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Unternehmerpreis 2018

Am 3. Oktober 2018 hat Prof. Dr. Claus Hipp den mit 5.000.- EUR dotierten Unternehmerpreis in Aachen erhalten

Prof. Dr. Claus Hipp hat den Unternehmerpreis des Business Club Aachen Maastricht für sein erfolgreiches Engagement im Familienunternehmen, der HiPP-Werk Georg Hipp OHG in Pfaffenhofen, erhalten. Ihn zeichnet aus, dass er Ökologie und Ökonomie erfolgreich zusammengeführt hat, und dies schon lange bevor in Deutschland der Konflikt zwischen Umweltschutz und industrieller Produktion ein beherrschendes Thema geworden ist.

Das strahlende Dutzend ist komplett: Die illustre Reihe von bodenständigen Familienunternehmern mit wachem Sinn für gesellschaftliche und moralische Verpflichtungen, Zusammenhänge und Notwendigkeiten ergänzt Professor Dr. Claus Hipp seit dem Tag der deutschen Einheit. Die vielseitige Persönlichkeit aus Pfaffenhofen bei München, bekannt als geschäftsführender Gesellschafter des renommierten, erfolgreichen Babykostherstellers Hipp, dessen TV-bekanntes Werbegesicht er lange Jahre war, wurde am 3. Oktober im Aachener Quellenhof als zwölfter Träger mit dem Unternehmerpreis des Business-Clubs Aachen-Maastricht (BCAM) ausgezeichnet.

Der 79-jährige Claus Hipp steht wie kaum ein anderer Unternehmer in Deutschland für ethische Werte, die er in seinem Unternehmen vorlebt. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der „Schraubenkönig“ Prof. Dr. Reinhold Würth, Prof. Dr. Heinz-Horst Deichmann aus dem Schuhimperium, Christiane Underberg aus der Spirituosendynastie und Dr. Nicola Leibinger-Kammüller (Maschinenbauer Trumpf), die in ähnlicher Weise auch als Mäzene aktiv sind.

Für den plötzlich erkrankten BCAM-Präsidenten Prof. Dr. Ulrich Daldrup übernahm dessen Stellvertreterin Doris Robben die Moderation des Abends vor rund 250 geladenen Gästen, darunter auch zahlreiche Studierende der Universitäten RWTH Aachen und Maastricht sowie der Fachhochschule Aachen. Hipp habe sich „Hoffnung“, so die Privatbankierin, „für Generationen von Müttern und Kindern zur Unternehmensmaxime gemacht“. Er habe Ende der fünfziger Jahre begonnen, „mit einem hoffnungsvoll modernen Produkt um das Vertrauen der Familien zu werben. Dafür bürgen Sie mit Ihrem Namen“, fügte Doris Robben an.

Für das Kuratorium des BCAM begründete dessen Vorsitzender Dr. Walter Maassen die Wahl Hipps, den er eine „außergewöhnliche Persönlichkeit“ nannte. Die Kriterien der Satzung für die Wahl des Preisträgers, nicht nur als Unternehmer erfolgreich zu sein, sondern sich darüber hinaus für soziale, sportliche, kulturelle oder sonstige „edle Ziele“ wie die Förderung der Wissenschaft eingesetzt zu haben, seien bei ihm „nicht nur selektiv, sondern additiv gegeben. Die Fülle an Aufgaben und Engagements, die Sie übernommen, ja vielleicht geschultert haben, macht sprachlos.“

In der Tat: Der promovierte Jurist, der in seinen Produkten auf Bio und Umwelt setzte, „als dies noch Fremdworte waren“, so Maassen, ist auch erfolgreicher Maler, Musiker (Oboe und Englischhorn), war lange Präsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, ist Generalkonsul für Georgien und dort Professor für Betriebswirtschaft und Kunst mit regelmäßigen Vorlesungen. Sein marktführendes Familienunternehmen, in dem die Unternehmerlegende immer noch präsent ist, hat weltweit rund 3500 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Umsatz von 950 Millionen Euro.

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp nannte Claus Hipp ein „wunderbares Beispiel, dass wir mehr tun müssen, als unseren Job zu machen“, nämlich „Horizonte erweitern“.

Den Laudator, Professor Dr. Ulrich Großmann, den Direktor des Nationalmuseums in Nürnberg, hatte sich Hipp gewünscht. Der Kunsthistoriker ist dem Unternehmer, der sich als Maler Nikolaus Hipp nennt, durch dessen „professionellen Werke gegenstandsloser Kunst“, mit denen er „gegen den Strom schwimmt“, eng verbunden. Über 130 Einzel- und mehr als 50 Gruppenausstellungen „von New York bis Havanna und Moskau“ sprächen für sich. Seine Werke sind in vielen öffentlichen Gebäuden und privaten Sammlungen zu finden, auch in der Münchener Frauenkirche.

„Standing Ovations“ des Publikums waren der Lohn, nachdem die BCAM-Spitzen den Unternehmerpreis offiziell überreicht hatten. Das damit verbundene Preisgeld von 5000 Euro gab Claus Hipp direkt an die Aachener Tafel weiter.

Der Preisträger erinnerte daran, dass Unternehmer „als anständige Kaufleute zum Wohl der Allgemeinheit tätig“ sein sollten. Mit Blick auf die Jugend verwies er darauf, dass die Lehrpläne „überfüllt sind mit Müll, der die Köpfe verstopft“. Man solle „ein Feuer entfachen, statt Eimer zu füllen“. Den Studierenden rief er zu, die Achtung vor Menschen und handwerklicher Tätigkeit zu wahren und kreativ zu sein, einen „anständigen Umgang“ miteinander zu pflegen, immer wach zu sein und kritisch zu prüfen, ob es legitim sei, was sie tun. „Seien Sie mutig, etwas anzufangen, begeistert eine Idee zu verfolgen und wieder aufstehen, wenn Sie am Boden liegen, das gehört zum Leben dazu“, bekräftigte Hipp.

Die Feierstunde wurde vom Duo „Jazzionata“ musikalisch umrahmt.

Unternehmerpreis 2017

Geerbte Verantwortung

Aus vielerlei guten Gründen findet die Verleihung des Unternehmerpreises in diesem Jahr bereits am 5. Oktober 2017 statt, und zwar um 19.30 Uhr im Hotel Pullman Quellenhof
in Aachen.

Unser Preisträger, Dr. Reinhard Zinkann, ist geschäftsführender Gesellschafter der Miele Gruppe. Damit steht er – zusammen mit seinem Partner Dr. Markus Miele – für erfolgreiches und verantwortliches Unternehmen über vier Generationen. Heute gilt Miele mit rund 20.000 Mitarbeitern und vier Milliarden Euro Umsatz als Inbegriff von Qualität und deutsche Ingenieurskunst. Miele steht aber auch für Diskretion und Zurückhaltung bei den Finanzen: Nur eigenes Geld wird investiert; über die Gewinne redet man nicht, und auch nicht über das wohltätige Engagement der etwa 90 Gesellschafter, übrigens allesamt direkte Nachfahren eines der beiden Gründer.

Umso mehr freuen wir uns, mit unserem Unternehmerpreis in diesem Jahr das herausragende ehrenamtliche Engagement eines der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Miele Gruppe zu ehren. Über seinen ganz persönlichen Einsatz im Rahmen vielfältiger aktiver Mandate macht sich Dr. Reinhard Zinkann in vorbildlicher Weise um das Gemeinwohl verdient. Insbesondere geht es ihm um werteorientiertes Unternehmertum, Soziale Marktwirtschaft, Wissenschaft und Völkerverständigung. Sein Credo: Man erbt nicht Vermögen, sondern Verantwortung. Näheres dazu erfahren wir am 5. Oktober.